bildkalender.de

Begeisterung für Kalender

Ein Jahr voller Düfte

Mittwoch, 11.03.2020

Es riecht nach Strand und Meer, es duftet nach frischem Kaffee. Erinnerungen an Sommerurlaub und Sonntagsfrühstück werden wach, die Stimmung steigt, Wohlbehagen breitet sich aus: Die Wirkung von Gerüchen und Düften auf unsere Gefühlslage und unsere Erinnerungen ist unbestritten.

Alle Sinne beisammen

Die durch einen bestimmten Duft hervorgerufene Erinnerung an auch lang zurückliegende Ereignisse wird als Proust-Effekt bezeichnet. In Marcel Prousts Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit tunkt der Protagonist ein Stück Gebäck in seinen Tee und ruft damit eine Fülle an Erinnerungen wach.
Menschen besitzen in der Regel fünf Sinne: hören, schmecken, tasten, sehen – und riechen. Bei hören, sehen und riechen handelt es sich um Fernsinne, bei tasten und schmecken um Nahsinne.
Eine Sonderstellung nimmt der 6. Sinn ein, der auch als Bauchgefühl oder Intuition bezeichnet wird. Der sechste Sinn ist dann am Zug, wenn eine Situation nicht mit den üblichen Sinnen wahrgenommen wird. Das Gehirn sendet einen Impuls, wenn es eine potentielle Gefahr wahrnimmt. Der Mensch hat dann, dank seines 6. Sinnes bzw. seiner Intuition, die Möglichkeit, sein Verhalten anzupassen und der Gefahr auszuweichen.
Der Geruchssinn ist ebenfalls ein ganz besonderer Sinn. Als einziger ist er direkt mit dem limbischen System des Gehirns verbunden, das eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Emotionen spielt. Der Geruchssinn hat also eine Art Standleitung zum Emotionszentrum unseres Gehirns.

Immer der Nase nach

Gerade in der Werbung ist die Einbindung der Sinne eine gute Möglichkeit, Marken oder Produkten das gewisse Etwas, ein Alleinstellungsmerkmal, zu verleihen. Das wird umso wichtiger, je austauschbarer die Marken oder Produkte untereinander sind.
Nicht zu unterschätzen ist der Geruchssinn: In Läden werden Düfte eingesetzt, um das Wohlbefinden und die Kauflaune zu steigern. Das nutzen auch die Autobauer für sich und tüfteln am möglichst neutralen Neuwagen-Wohlfühl-Duft. Die Herausforderung an die Duftdesigner ist die Dosierung der Düfte. Zu viel Duft oder unpassende, unangenehme Gerüche können schnell ins Gegenteil umschlagen und der positive Effekt geht verloren.
Beim Kalender lässt sich neben Seh- und Tastsinn auch der Geruchssinn aktivieren. Sowohl im Einzelhandel als auch als Werbemittel sind Kalender mit Duft beliebt und in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. So sprechen nicht nur die Motive den Betrachter an, sondern auch der dazu passende Duft. Vorteil Werbekalender: Durch die Verbindung von Geruchssinn und Emotion wirkt sich die Werbung auf angenehme Art und Weise auf den Empfänger aus. Der Werbende bleibt lange in guter Erinnerung. Der positive Eindruck wird durch den Duft und das haptische Erlebnis des Aktivierens des Duftes durch das Streichen auf dem Kalenderblatt noch verstärkt.

Papier zum Duften bringen

Wie kommt eigentlich der Duft auf’s Papier? Bei Duftlack handelt es sich um einen Effektlack. Auf diese Art der Anwendung spezialisierte Hersteller bieten eine große Auswahl verschiedener Düfte an, von Blüten, Kräutern und Gewürzen bis hin zu Früchten oder Gemüse. Doch auch spezielle Düfte sind möglich – je nach Kundenwunsch. Die Duftöle werden durch ein spezielles Verfahren mikroverkapselt und dem Duftlack zugesetzt. Außerdem werden Stabilisatoren, etwa Kunstharzkugeln, beigemischt, die etwas größer als die Duftkapseln sind. So wird vermieden, dass die Druckwalzen die Duftkapseln bereits während des Aufbringens aufbrechen und das Aroma freigesetzt wird. Der Duftlack wird als letzte Schicht auf das gedruckte Produkt aufgetragen. Streicht man nun mit dem Finger über das Papier, öffnen sich Duftkapseln und der Duft entfaltet sich. Der Vorteil des Verkapselns liegt auf der Hand: Der Duft bleibt länger erhalten, da er nur bei Berührung freigesetzt wird – für langanhaltende, abwechslungsreiche Nasenfreuden.