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Das chinesische Neujahrsfest

Dienstag, 14.01.2020
Chinesisches Neujahr, Foto: pexels-mentatdgt-1167160

Bei uns wurde vor wenigen Tagen das alte Jahr verabschiedet und das neue willkommen geheißen. In anderen Kulturkreisen ist das erst Ende Januar der Fall wie etwa in China mit dem chinesischen Neujahrsfest.

2020 ist das Jahr der Metall-Ratte

Das chinesische Neujahrsfest, das auch als Frühlingsfest bezeichnet wird, gehört zu den wichtigsten traditionellen Festlichkeiten im Reich der Mitte und ist ein großes Familienfest. Der chinesische Kalender ist ein Lunisolarkalender. Jedes Jahr wird einem der insgesamt zehn Himmelsstämme zugeordnet. Diese werden wiederum mit den zwölf Erdzweigen, einem alten chinesischen Nummerierungssystem, kombiniert und ergeben so den 60-Jahre-Zyklus des chinesischen Kalenders.

Der Neujahrstag wird traditionell an einem zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar auftretenden Neumond gefeiert. Nachdem 2019 das Jahr des Erde-Schweins war, beginnt mit dem Neujahrsfest am 25. Januar 2020 das Jahr der Metall-Ratte und somit das 37. Jahr des chinesischen Kalenders. In diesem Jahr verbindet sich der siebte Himmelsstamm mit dem ersten Erdzweig.

Wie der Name schon sagt, wird das chinesische Neujahrsfest vor allem in China gefeiert. Doch auch in anderen asiatischen Staaten wie Taiwan oder Korea gehört das Fest zu den Höhepunkten des Jahres. Selbst in den USA oder Großbritannien, in Städten mit hohen chinesischen Bevölkerungsanteilen oder etwa auch auf Initiative von Kulturvereinen, zelebriert man Neujahr und sorgt so für einen Einblick in eine andere Kultur.

Traditionen und Bräuche zu Neujahr

Das Familienfest, das traditionell 15 Tage dauert, ist Anlass für viele im Ausland lebenden Chinesen, ihre Familien wieder zu besuchen. Flüge sind innerhalb kürzester Zeit ausgebucht, die Züge überfüllt und auf den Straßen geht auch nicht mehr viel voran, wenn die größte Reisewelle des Jahres, eine Art Völkerwanderung, einsetzt. In China umfasst das Fest drei gesetzliche Feiertage. Wenn möglich, wird mit Urlaubstagen die freie Zeit bei den Familien verlängert. Am letzten Tag des Jahres beginnen die Festlichkeiten. Mit Drachen- oder Löwentänzen und großem Feuerwerk – hauptsächlich auf dem Land, in den Städten ist es aus Sicherheitsgründen wegen der sowieso schon hohen Feinstaub-Belastung verboten – wird das alte Jahr verabschiedet und das neue begrüßt. Verschiedene, vielfältige Legenden ranken sich um die Drachen- und Löwentänze, die Glück bringen sollen und auch bei anderen Feierlichkeiten als eine Art Glücksbringer aufgeführt werden. Die folgenden Tage stehen im Zeichen der Familie: So wird die Heimkehr der verheirateten Töchter gefeiert, Verwandte besucht oder Geburtstag gefeiert. Den Abschluss bildet das Laternenfest. Die meist roten Laternen symbolisieren Glück. Damit einher gehen auch Laternenausstellungen mit Darstellungen der Tierkreiszeichen, von Tieren, Pflanzen oder auch bekannten Szenen aus Sagen und Legenden.

Das Glück hereinlassen

Es gibt eine Vielzahl von Traditionen und Bräuchen, die die Feierlichkeiten begleiten. Dem Küchengott wird süß-klebriger Reis geopfert. Diese Gabe soll den Küchengott milde stimmen, wenn er sich auf den Weg zum himmlischen Jadekaiser macht und ihm vom vergangenen Jahr berichtet. Bei seiner Rückkehr nach Neujahr wird der Küchengott mit Tee und Früchten empfangen. Eine andere Tradition ist das Öffnen von Türen und Fenstern, so wird das Glück hereingelassen. Auch Geschenke dürfen nicht fehlen. Von großer Bedeutung ist das Schenken von Geld in kleinen, roten Umschlägen. Glücksverheißende Geschenke sind ebenfalls gerne gesehen und die Kinder freuen sich über Spielsachen.