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Begeisterung für Kalender

Nur noch ein Türchen öffnen …

Montag, 25.11.2019
Adventskalender

Die Tage werden zunehmend kürzer, der Kerzenverbrauch steigt und es gibt wieder süßes Hüftgold in Form von Plätzchen und Lebkuchen. Was außerdem in der Adventszeit nicht fehlen darf, ist das tägliche Öffnen des Adventskalenders.

Erster Advent

Die Adventszeit hat für viele Menschen einen ganz besonderen Zauber, der sich aus alten Bräuchen und neuen Gewohnheiten ergibt.

Das Wort „Advent“ bedeutet Ankunft und bezieht sich auf die Geburt Jesu Christi, die an Weihnachten gefeiert wird. Die Dauer der Adventszeit ist nicht auf eine bestimmte Anzahl von Tagen festgelegt, sondern berechnet sich ausgehend vom ersten Weihnachtstag: Der 4. Advent ist der letzte Sonntag vor diesem Tag und muss also zwischen dem 18. und 24. Dezember liegen. Fällt Heiligabend auf einen Sonntag, ist dies auch gleichzeitig der vierte Adventssonntag – das wäre die kürzeste mögliche Adventszeit. Mit dem Beginn der Adventszeit am ersten Adventssonntag beginnt auch das Kirchenjahr. Im 7. Jahrhundert wurde die Adventszeit, wie wir sie heute kennen, festgelegt. Die vier Sonntage wurden von Papst Gregor I. eingeführt und könnten symbolisch für die 4.000 Jahre stehen, die der Mensch nach dem Sündenfall auf den Erlöser warten muss.

Zweiter Advent

Die Adventszeit ist eine Zeit des Wartens, die man mit verschiedenen Bräuchen und Traditionen zu verkürzen versucht. Natürlich gehört aus heutiger Sicht auch ein Adventskalender dazu.

Der Adventskalender ist seit dem 19. Jahrhundert Bestandteil der Brauchtümer in der Weihnachtszeit. Die ersten Kalender bestanden vermutlich aus nach und nach an die Wand gehängten Bildern oder aus einer Reihe von Kreidestrichen, von denen jeden Tag ein Strich weggewischt werden durfte.

Im 20. Jahrhundert erfreuten sich die gedruckten Kalender großer Beliebtheit. 1902 wurde der erste gedruckte Adventskalender, eine Art Weihnachtsuhr für Kinder, veröffentlicht. Die 1920er-Jahre waren die Sternstunden für Illustratoren und Zeichner, die die Motive für die beliebten Adventskalender gestalteten. Die eher religiösen Motive wurden von weltlicheren abgelöst. So berücksichtigte das Angebot an Adventskalendern nun auch unterschiedliche Interessen: Es gab Motive mit lieblichen Weihnachtsszenen und Engelchen sowie mit Eisenbahnen, Autos oder Flugzeugen.

Bis heute erfreuen sich Adventskalender in ihrer Vielfalt großer Beliebtheit. Über den Schoko-Adventskalender mit Schokolade bekannter Schokoriegel-Hersteller oder mit Zeichentrick-Motiven, über Adventskalender für Kinder, Frauen, Männer bis hin zum Online-Adventskalender.

Dritter Advent

In den meisten Fällen beginnt der Adventskalender am 1. Advent oder am 1. Dezember, doch lässt sich der Start etwa bei einem selbst gebastelten Adventskalender auch individuell festlegen. Ein selbst gestalteter Adventskalender ist etwas ganz Besonderes. Der Klassiker ist der Foto-Adventskalender, der zum Beispiel online erstellt werden kann. Etwas rustikaler und wiederverwendbar sind Adventskalender aus Holz. Diese reichen von einem Ast, an den kleine Überraschungen gehängt werden, bis hin zu einem Häuschen zum selber befüllen – je nach handwerklichem Geschick und Platz. Eine spannende Frage bei den DIY-Kalendern mit kleinen Päckchen ist auch immer: Was wird hineingepackt? Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf!

Wie es spezielle Adventskalender für Kinder etwa mit Spielzeug gibt, gibt es auch spezielle Adventskalender für Frauen sowie spezielle Männer-Adventskalender. Ein Klassiker, der gerne als Angebot für Frauen genannt wird, ist ein Tee-Adventskalender. Vermutlich als Gegenstück für die Männer gedacht, ist der Bier-Adventskalender oder ein mit Werkzeug gefüllter Adventskalender. Aber natürlich kommt es auf die persönlichen Vorlieben und Hobbys an, welchen Kalender man/frau bevorzugt. Das Angebot wird noch erweitert um Erotik- und Mädchen-Adventskalender.

Vierter Advent

Wer nichts zusätzlich zur Weihnachtsdekoration im Wohnzimmer haben mag, der findet online ein großes Angebot an virtuellen Adventskalendern. Ziel ist auch hier, die Zeit bis Heiligabend kurzweilig zu gestalten. Es gibt zahlreiche Angebote mit Adventkalendern bei denen ein virtuelles Türchen geöffnet werden kann, hinter dem sich Musik, ein Gewinnspiel oder ähnliches verbirgt. Wer bis zu den Halbjahreszeugnissen noch mal Gas geben oder mit ein paar Experimenten für ein Feuerwerk sorgen möchte, der setzt auf das Angebot des Physik- und Mathe-Adventskalenders. Hier versucht man, Wissenswertes mit dem Unterhaltsamen zu verbinden.