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Glückspilz oder vom Pech verfolgt?

Montag, 09.09.2019
Silhouette einer Katze vor Vollmond, Freitag der 13.

Am Freitag, dem 13. läuft bei vielen Menschen der Aberglaube zu Höchstformen auf. Dann noch eine schwarze Katze von links und man ist vom Pech verfolgt.

Jetzt schlägt’s dreizehn

Ohne Hokuspokus betrachtet, ist die Zahl 13 einfach nur eine natürliche Zahl und etwa in der Mathematik, Stichwort Primzahl, bedeutsam. Darüber hinaus werden ihr übernatürliche Kräfte nachgesagt; als Glück- oder auch Unglückszahl ist sie geliebt oder gefürchtet – das kommt darauf an, in welchem Kulturkreis Sie sich gerade bewegen. Tritt die 13 gemeinsam mit einem Freitag auf, kann das ein rabenschwarzer Tag werden. Auch Mythen und wilde Gruselgeschichten ranken sich um dieses Datum, dem sich etwa Hollywood mit dem Film „Freitag, der 13.“ (Friday 13th) angenommen hat.

Was nicht fehlen darf, sind lustige und witzige Bilder sowie Sprüche rund um diesen Tag. Die Redewendung „Jetzt schlägt’s dreizehn“ ist an diesem Tag recht passend.

Ein schwarzer Tag

Es gibt verschiedene Theorien, wo der Aberglaube rund um die Zahl 13 und den Wochentag Freitag seinen Ursprung hat.

Erste Hinweise beziehen sich auf die Bibel: Das letzte Abendmahl feierten 13 Personen, unter ihnen ein Verräter. Erschwerend kommt hinzu, dass Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde. Näher an der heutigen Zeit ist die Vermutung, dass der US-amerikanische Multimillionär und Autor Thomas William Lawson durch die Veröffentlichung seines Romans „Friday the Thirteenth“ im Jahre 1907 die Freitag, der 13.-Angst ausgelöst haben könnte. Lawson beschreibt, wie ein Börsenmakler an diesem Tag die Börse zum Einsturz bringt. Eine weitere Möglichkeit könnte auch der Kurssturz von 1927 an der Berliner Börse sein, der auf Freitag, 13. Mai datiert und auch als „Schwarzer Freitag“ bezeichnet wird. Von „schwarzen Tagen“ sprachen übrigens bereits die Römer, lateinisch „dies ater“. Dieser Begriff bliebt über die Jahrtausende erhalten und wird heute unter anderem gerne im Finanzwesen bei Börsenkrisen und großen Kursverlusten verwendet.

Der Aberglaube, der sich bis zu einer Phobie vor der Zahl 13 ausweiten kann und dann als Triskaidekaphobie bezeichnet wird, macht auch vor Stockwerken, Flugzeugen oder Hotelzimmern nicht halt – häufig gibt es kein 13. Stockwerk, keine Reihe 13 und auch kein Zimmer mit der Nummer 13. Die Aussichten scheinen düster, wenn im Tarot die Dreizehn aufgedeckt wird, sie ist dem Tod zugeordnet. Des Weiteren ist die Zahl ein Synonym für den Teufel, er trägt den Beinamen „der Dreizehnte“. Ist vom „Teufelsdutzend“ die Rede, ist eine Menge aus 13 Teilen gemeint.

Heute ist Ihr Glückstag!

Diesen unglückseligen Gedanken sollte unbedingt ein Blick auf etwas Positives folgen: Statistisch ist nicht bewiesen, dass es an diesen besonderen Daten ein erhöhtes Unfallrisiko gäbe. Es ist aus dieser Sicht ein Tag wie jeder andere.

In anderen Religionen und Kulturen, etwa im Judentum, ist die Zahl 13 eine Glückszahl. In Italien und Japan bringt sie ebenfalls Glück. Nicht zu vergessen: auch ein Freitag der Dreizehnte läutet das ersehnte Wochenende ein.

Ein gutes oder schlechtes Zeichen darin zu sehen oder es gar emotionslos zu betrachten, wenn Freitag, der 13. und Vollmond zusammenfallen, bleibt jedem selbst überlassen.

Und wieder ist Freitag, der 13.

Wer dachte, mit dem 13. September wäre das Thema „Freitag der Dreizehnte“ für 2019 vom Tisch, irrt sich – am 13. Dezember ist es wieder soweit. Es ist übrigens unterschiedlich, wie viel Freitage, des 13. in einem Jahr vorkommen können. Im Glücksfall ist es nur einer, im schlimmsten Fall sind es gleich drei. Egal, wie oft sie vorkommen: sie sind ein guter Anlass, um zu lernen, eher das Positive und weniger das Negative in unserem Alltag wahrzunehmen. Vielleicht finden Sie die Liebe Ihres Lebens an einem Freitag den Dreizehnten – dann ist das Ihr Glückstag, den Sie als solchen in Erinnerung behalten sollten!