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Alles Liebe zum Muttertag

Montag, 06.05.2019
muttertag

So schön der Wonnemonat Mai ist, so hektisch kann er werden. Besonders dann, wenn das Stichwort „Muttertag“ fällt und die Frage kommt: Wann ist Muttertag?

Wann ist Muttertag?

Und um gleich die Frage nach dem Datum zu beantworten: Muttertag ist jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai, dieses Jahr also am 12. Mai 2019. Am Ehrentag für die Mütter wird diese gerne mit Blumen, Geschenken, Sprüchen und Gedichten oder Bildern bedacht. Auch im Kindergarten und in der Schule sorgt man vor: Die Kleinen basteln eifrig und freuen sich schon lange vor diesem Tag darauf ihrer Mutter endlich ihr Geschenk zu überreichen. Doch auch die erwachsenen Söhne und Töchter lassen sich nicht lumpen: Fieberhaft werden Geschenkideen gesammelt und das beste Rezept für die Torte zum Muttertag mit der schönsten Fondant-Deko sorgt für Diskussionen mit den Kollegen.

Frauenrechte und Muttertag

Mit dem Muttertagsfest, das 250 Jahre vor Christi für die römischen und griechischen Göttinnen abgehalten wurde oder mit dem Gedanken, die Rechte der Frau bzw. deren Probleme in den Blickpunkt zu rücken, hat der Muttertag heute wenig zu tun. Doch eigentlich war genau das die Absicht von der US-Amerikanerin Anna Jarvis, auf die der Muttertag zurückgeht. Sie rief 1907 in Gedenken an ihr verstorbene Mutter das „Memorial Mothers Day Meeting“ ins Leben. Bereits Anna Jarvis Mutter machte sich in den 1860er Jahren für einen Tag, den sogenannten „Mothers Friendship Day“, an dem Mütter zusammenkommen und sich austauschen konnten, stark. Mutter wie Tochter war es ein Anliegen, auf die Probleme der Frauen aufmerksam zu machen und diese wenigstens an einem Tag in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Diese Forderung stellte sie auch an den damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Woodrow Wilson. Dieser entsprach dem Wunsch des Kongresses und führte 1914 den zweiten Sonntag im Mai als nationalen Ehrentag der Mütter ein.

Der Muttertag blieb nicht auf die USA beschränkt. Wenige Jahre später wurde er in Großbritannien, der Schweiz und schließlich seit 1923 auch in Deutschland gefeiert. Der erste Muttertag wurde vom „Verband der Deutschen Blumengeschäftsinhaber“, der Floristen, organisiert. Im Nationalsozialismus war der Muttertag ein Tag der Propaganda: besonders kinderreiche Frauen erhielten das „Ehrenkreuz der Deutschen Mütter“.

Rosen, Tulpen, Nelken

Heute kennzeichnet den Muttertag vor allem eine Geschenkeflut und Schlange stehen im Blumenladen. Die Floristen freuen sich auf einen der umsatzstärksten Tage im Jahr, doch die zunehmende Kommerzialisierung dieses Tages kritisierte bereits Anna Jarvis und die Kritik wird auch heute noch jedes Jahr aufs Neue laut, sobald Muttertag kurz bevorsteht. Mitunter dient der Muttertags-Kommerz allerdings auch als willkommene Ausrede, wenn Söhne und Töchter Geschenke, Torte und Glückwünsche einfach vergessen haben.

Ein Tipp für diejenigen, die noch ein ganz besonderes Geschenk für ihre Mutter suchen: Schenken Sie gemeinsame Zeit, genau an diesem Tag.